Historie

Die Grundmauern des
LEININGERHOF reichen bis ins das
1598 zurück.
Ein Stein aus dieser Zeit ist heute über dem Eingang zur Probierstube
zu sehen.
Anhand der verschiedenen Dachformen ist zu erkennen, dass der
LEININGERHOF früher aus 2 nebeneinander-liegenden Höfen bestand. Daher haben wir auch zwei runde Torbögen. Das vordere Haus gilt laut Heimatjahrbuch als das „stattlichere und wertvollere“.
Der erste Besitzer, der urkundlich erwähnt wurde hieß Velten Müller. Dieser verkaufte den Hof
1657 an den leiningischen Amtmann Glandorf.
1711 ging das Gebäude aus dem Besitz eines Herrn von Notting an einen Ludwig Fillion, genannt „Chevallier“.Von den Erben des gräflichen Obereinnehmers Hermann, der das Gehöft
1725 gekauft hatte, erwarb die verwitwete Gräfin Christiane zu Leiningen das Haus in der Weinstraße Nord.
1785 verkaufte die auch „Hundsgräfin“ genannte Christiane das Gut an Johann Wilhelm Koch. Aus dem Erlös des Hausverkaufs ließ sich die Gräfin ein Schlößchen in Kirchheim bauen. Dies stand allerdings nur 8 Jahre bevor es von den napoleonischen Truppen zerstört wurde.

Der neue Besitzer Johann Wilhelm Koch baute das Haus um und ließ über der Eingansgtür zum Gutshaus seine Initialen und die Jahreszahl des Umbaus einmeißeln. Diese Tür ist heute der Eingang zum Restaurant Benzinger.
1789 vererbte Johann Wilhelm das Haus seinem Sohn Johann Michael Koch. Dieser heiratete
1802 Maria Dorothea Zöller und ersteigerte
1803 das Haus Nr. 141. Seither bilden beide Häuser ein gemeinsames Anwesen.
Der hintere Teil des LEININGERHOF, also das Haus Nr. 141 wurde früher „Herberge zum roten Ochsen“ genannt.
Johann Michaels zweiter Sohn Jakob Koch II., verheiratet mit seiner Cousine Elisabeth Zöller aus dem Nachbarhaus, erbte das väterliche Anwesen. Ihre einzige Tochter Katharina, geboren
1844, heiratete
1875 Johann Nicolaus Mahlerwein. Dieser stammte aus Eich, heute Rheinhessen.
Von nun an wurde das Anwesen als „Gut Mahlerwein“ bezeichnet.

Dieser Stein in der Außenmauer der Scheune zeigt die Initialen von Johann
Mahlerwein und das Jahr seiner Einlassung,
1880.
Nach dem Tod von Johann Nicolaus Mahlerwein im Jahre 1905 ging der Besitz an Friedrich Ludwig Mahlerwein über. Dieser heiratete
1910 Auguste Kreichgauer aus Studernheim und war lange Zeit Bürgermeister von Kirchheim. Nach ihm ist die „Mahlerweinstraße“ benannt.
Von den zwei Söhnen und zwei Töchtern sollte der älteste Sohn Herbert, den Hof übernehmen. Er verunglückte
1936 tödlich. Sein jüngerer Bruder Friedrich wird seit dem Zweiten Weltkrieg an der Ostfront vermißt. Deshalb führte die Mutter Auguste den Hof, bis er
1957 an ihre Tochter Anneliese Ziegs, geb. Mahlerwein vererbt
wurde.
Anneliese Ziegs war eine Schulfreundin zu Dr. Hermann Benzinger. Als das Gut Mahlerwein in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, wurde das landwirtschaftliche Gut Benzinger von Obersülzen nach Kirchheim verlegt.
Im Jahr
1967 entstand so die Gutsgemeinschaft Ziegs-Mahlerwein-Dr. Benzinger.
Von Anfang an setzte Dr. Benzinger auf den Ausbau des Weingutes. Die landiwrtachaftliche Produktion, dazu gehörten Getreide, Zuckerrüben und Viehzucht, wurden jährlich abgebaut. Stetig aufgebaut wurde dagegen die Produktion von bekömmlichen Weinen. Im Gegensatz zu vielen anderen Winzern verkauften Anneliese Ziegs und Hermann Benzinger ihre Weine ausschließlich in der Flasche.
Da man sich einig war, dass der Name „Ziegs-Mahlerwein-Dr. Benzinger“ für ein Weinetikett viel zu lang ist, und weil damals noch nicht klar war, übernimmt jemand aus der Familie Ziegs oder Benzinger einmal das Weingut, entstand in Anlehnung an die früheren gräflichen Besitzer das Weingut „
LEININGERHOF“.